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Wenn man anfängt, zum Thema Digitaler Nomade zu recherchieren und sich damit zu beschäftigen, so stößt man unweigerlich auch auf den Begriff Perpetual Traveler. In diesem Beitrag möchte ich den Begriff näher beleuchten und zum Hybrid Nomad abgrenzen mit allen Vor- und Nachteilen.
Der Perpetual Traveler (PT) ist jemand, der keinen festen Wohnsitz mehr hat und ständig um die Welt zieht. Statt eine „Heimatbasis“ zu besitzen, lebt er von Land zu Land und vermeidet es bewusst, länger als 183 Tage in einem Staat zu bleiben.
So soll er Steuerresidenzen umgehen – eine Idee, die eng mit der sogenannten Flaggen-Theorie verknüpft ist.
Ein populäres Beispiel: Länder wie Panama. Dort gilt man mit einer festen Aufenthaltsgenehmigung als steuerpflichtig nur für inländische Einkünfte – wer ein Business außerhalb betreibt, kann faktisch steuerfrei leben.
Neben steuerlichen Vorteilen reizt vor allem das Gefühl maximaler Freiheit: Man verbringt lange Zeit in fremden Ländern, taucht tief in Kulturen ein und lebt ein Leben jenseits des Gewöhnlichen.
Der Traum vom „Steuerparadies unterwegs“ hat allerdings Haken:
In Deutschland gilt – egal, wo man sich aufhält – eine erweiterte Steuerpflicht.
Wer seinen Wohnsitz abmeldet und trotzdem in den ersten zehn Jahren nach dem Wegzug Einkünfte aus Gewerbe oder Beteiligungen bezieht, kann weiterhin vom Finanzamt belangt werden.
Das nennt sich „erweiterte beschränkte Steuerpflicht“.
Dazu kommt: Auch andere Länder wie Thailand oder Spanien werden schnell zur neuen Steuerheimat, wenn man dort über längere Zeit lebt, eine Wohnung hat oder wirtschaftliche Interessen verfolgt.
Ein weiterer Aspekt: soziale Isolation.
Perpetual Traveler leben häufig in kurzfristigen Unterkünften – Hostels, Airbnbs, Co-Living-Spaces.
Tiefe Bindungen zu Freunden oder Familie sind schwierig aufzubauen, da man selten länger an einem Ort bleibt.
Für manche ist das aufregend – für andere ein emotionaler Preis.
✅ Vorteile:
❌ Nachteile:
Der Hybrid Nomad lebt ein Leben zwischen den Welten:
Er hat meist eine feste Homebase – sei es eine Mietwohnung in Berlin oder ein Tiny House in Portugal – und reist phasenweise ins Ausland.
Ob für ein paar Wochen Workation oder mehrere Monate Remote-Arbeit in Chiang Mai – er pendelt flexibel zwischen Alltag und Abenteuer.
Diese Lebensweise ist deutlich strukturierter als die des PTs, aber weiterhin frei. Man bleibt erreichbar für Freunde, Familie – und für Behörden.
Der Hybrid-Nomade meldet sich in der Regel nicht aus seinem Heimatland ab.
Daher bleibt er in Deutschland steuerpflichtig – mit allen Pflichten, aber auch Vorteilen wie Sozialversicherung und gesetzlicher Rente.
Solange Auslandsaufenthalte unter 183 Tagen im Jahr bleiben, wird man im Ausland nicht automatisch steuerlich ansässig.
Bei längeren Aufenthalten kann jedoch eine Doppelbesteuerung entstehen – hier greift das jeweilige Doppelbesteuerungsabkommen (DBA).
Der größte Unterschied liegt im sozialen Gefüge:
Hybrid-Nomaden pflegen in der Regel stabile Beziehungen – zu Partnern, Familien, Freundeskreisen.
Sie genießen den Luxus, nach einem aufregenden Aufenthalt im Ausland in ihr eigenes Bett zurückzukehren – und vielleicht sogar das Fahrrad aus dem Keller zu holen.
Gleichzeitig können sie jederzeit „ausbrechen“ – die emotionale Sicherheit einer Homebase wirkt wie ein mentaler Anker.
✅ Vorteile:
❌ Nachteile:
Ob Perpetual Traveler oder Hybrid Nomad – beide Lebensstile haben ihre Daseinsberechtigung.
Der eine lebt die absolute Freiheit, der andere die frei gewählte Struktur.
Wer jung ist, ungebunden und viel Abenteuerlust im Herzen trägt, wird sich als PT vielleicht wohler fühlen – vorausgesetzt, er kennt die steuerlichen Fallstricke.
Wer hingegen Familie, soziale Kontakte oder einfach ein eigenes Zuhause schätzt, findet im Hybrid-Dasein die perfekte Balance.
Ich selbst habe mich bewusst für den Weg als Hybrid Nomad entschieden.
Er erlaubt mir, zeitweise unterwegs zu sein, aber nicht jeden Anker zu kappen.
So bleibt das Kofferpacken ein Abenteuer – und nicht zur Alltagsroutine.
Und hey – ein bisschen Heimatgefühl kann auch ganz sexy sein, vor allem wenn der Kaffee zuhause besser schmeckt als der in der Hotellobby. Wenn du mehr über mich erfahren möchtest: Klick, Bitte, Danke 🙂
**Bundesfinanzministerium / Bundeszentralamt für Steuern – Wegzugsbesteuerung (§ 6 AStG)**
📄 „Wegzugsbesteuerung nach § 6 Außensteuergesetz in der am 30. Juni 2021 geltenden Fassung“ (BMF-Schreiben, Juli 2024, PDF)
👉 Direktlink zum Dokument Wikipedia+15Bundesministerium der Finanzen+15YouTube+15
Deutsche Steuerpflicht: Unbeschränkte vs. beschränkte Steuerpflicht & Welteinkommensprinzip (Wikipedia, mit Quellenangaben zum deutschen Steuerrecht)
👉 Zum Artikel „Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht (Deutschland)“ Wikipedia+1Wikipedia+1
Außensteuergesetz (Deutschland) – AStG
👉 Artikel zur Außenbesteuerung (§ 6) und Wegzugsbesteuerung Wikipedia
Auswärtiges Amt – Leben und Arbeiten im Ausland / Steuerliche Informationen
👉 „Leben und Arbeiten im Ausland“ – allgemeiner Überblick Wikipedia+13Auswärtiges Amt+13Deutschland.info+13
👉 Artikel zum Steuerrecht bei Auslandstätigkeit & 183‑Tage‑Regel Finanzverwaltung NRW+4Deutschland.info+4Deutschland.info+4
Flag Theory & Perpetual Traveler – Nomad Capitalist / CitizenX
👉 Flag Theory als Strategie für internationale Freiheit & Steuerplanung YouTube+4CitizenX+4Nomad Capitalist+4
👉 Erklärung zu Perpetual Traveler und Flag Theory in Wikipedia Finanzverwaltung NRW+2Wikipedia+2Auswärtiges Amt+2